Immanuel - Kant - Gymnasium Pirmasens
Immanuel - Kant - Gymnasium Pirmasens
Seit 2016 sind wir Standort einer (Bienen-)Stockwaage des Fachzentrums Bienen und Imkerei Rheinland-Pfalz. 
Hier ein Link zu den Messdaten unseres Waagstockvolks: 
 

AG Bienen & Imkerei am Kant

von F. Krämer

 

Kurz gefasst…

 

Die Bienen- und Imkerei-AG des Immanuel-Kant-Gymnasiums besteht im Schuljahr 2016/17 aus 10 SchülerInnen der Klassenstufen 5 bis 12. Bei unseren wöchentlichen Treffen widmen wir uns in Theorie und Praxis unseren Bienenvölkern und der Imkerei im phänomenologischen Jahreslauf. Im dritten Jahr unseres Bestehens sind je zwei bis drei Schüler selbst für ein Bienenvolk verantwortlich, unser Schwerpunkt liegt im Kennenlernen der verschiedenen, vom Mensch geschaffenen, Beutenformen (= Bienenstöcke).

 

Neben Beiträgen in der lokalen Presse fand unsere Arbeit auch Erwähnung im Umweltjournal des Landes Rheinland-Pfalz (Nr. 58 / 2015). Die AG ist ein nicht unwesentlicher Teil der MINT-Aktivitäten der Schule und trägt alljährlich einen Teil zur schuleigenen Veranstaltungsreihe „Experimentarium“ für Grundschüler der vierten Klassen in Stadt und Landkreis bei. Darüber stellen unsere ca. 240.000 Mitarbeiterinnen jedes Jahr den leider fast immer ausverkauften 100% humanistischen Schulhonig her, weswegen wir nicht ohne Stolz unser wichtiges Alleinstellungsmerkmal als süßeste Schüle der Stadt behaupten können.

 

Theorie muss sein…

 

In der Anfang April 2014 ins Leben gerufenen Arbeitsgemeinschaft Bienen & Imkerei sollen interessierte Schülerinnen und Schüler direkte Einblicke in die faszinierende Welt der Bienen erhalten.

 

Wie lebt die Biene, wie wächst sie auf, was arbeitet sie wann, arbeitet sie tatsächlich „bienenfleißig“ immerzu? Wie ist ein „Bienenstaat“ organisiert? Wofür ist die Königin wirklich da? Wie vermehren sich Bienen? Wie schaffen es die Bienen, eine konstante Temperatur im Stock zu halten, die fast genau so hoch wie unsere Körpertemperatur ist? Wie „unterhalten“ sich Bienen miteinander in ihrer „Tanzsprache“? Was leistet die Biene beim Bestäuben der Pflanzen und wie genau macht sie das? Welche Bienenprodukte stellt ein Volk außer Honig noch her und vor allem: Warum? Welche (nicht nur) natürlichen Feinde hat die Honigbiene?


Es geht aber nicht nur um die Bienenbiologie, sondern auch um den Erwerb einer tieferen Kenntnis unserer heimischen Natur im Lauf der Jahreszeiten und innerhalb eines Bienenjahrs. Hier könnten die Fragen lauten:

 

Was blüht wann und wo und überhaupt? Warum blühen manche Pflanzen, andere nicht? Wie ist das nochmal mit dem Duft von Blumen? Welche Pflanze liefert Nektar, welche Pollen, welche beides, welche nichts? Was pflanze ich in meinem eigenen Garten, um Bienen und andere Insekten vor Trachtlücken (Nahrungsmangel zu bestimmten Zeiten) zu schützen? Welche Auswirkungen hat das sich verändernde Klima auf die Natur in unserem direkten Umfeld? Wie kann ich auch ohne Kalender jahreszeitliche Entwicklungen einordnen und deuten?

 

Der Versuch einer Antwort auf all diese und andere Fragen zum „Phänomen Honigbiene“ ist Inhalt unserer Arbeitsgemeinschaft Bienen & Imkerei, im Mittelpunkt steht natürlich das Erlernen einer „guten“ imkerlichen Praxis bei den am Bienenstock ab dem Frühling bis in den Frühherbst anstehenden Arbeiten, vom ersten Reinigungsflug bis zu Auffütterung und Einwinterung. In dieser Zeit treffen wir uns mindestens einmal pro Woche, um die Völker durchzusehen, etwas gegen den heutigen „Hauptfeind“ unserer Honigbiene, die Varroamilbe, zu tun, auf den Schwarmtrieb der Bienen einzugehen und natürlich um Honig zu ernten und zu essen! Darüber hinaus wollen wir uns mehrere Möglichkeiten anschauen, wie man heutzutage Bienen halten kann, Vielfalt, aber auch Vor- und Nachteile von vom Menschen gemachten Bienenwohnungen kennen und abwägen lernen.

 

Dazu haben wir am Kant-Gymnasium verschiedene Arten von Bienenkästen, imkerliche Kleidung und Werkzeuge angeschafft. Finanziell möglich war dies durch die Teilnahme am Förderprojekt „Aktion Bien“ der Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz (LZU).

 

„Ziel des Projektes ist es, einen ökologisch-ethischen Ansatz im Umgang mit Wild- und Honigbienen zu fördern und in Zusammenarbeit mit dem Pädagogischen Landesinstitut (PL) mittels Umweltaufklärung ein Umdenken in der Bienenhaltung und der Landwirtschaft zu bewirken.“


Das wissenschaftlich und pädagogisch begleitete Landesprojekt gibt uns durch eine großzügige Ausstattung die Möglichkeit, Bienen an der Schule halten und für die Schülerinnen und Schüler „erlebbar“ machen zu können. Bei uns geschieht dies durch die Aufstellung der Bienenkästen im Atriumhof, von allen Seiten einsehbar, „im Herzen“ der Schulgemeinschaft.

 

…und in der Praxis?

 

Schon drei Schüler haben mitlerweile neben der AG-Arbeit mit der Imkerei im eigenen Garten am eigenen Volk begonnen, hier seien ihre Worte wiedergegeben:

           

„Imkerei als Hobby hat einen sehr vielfältigen Charakter. Zum einen kann man das Volk, da es nicht in der Schule steht, das ganze Jahr und praktisch rund um die Uhr betreuen. Hierbei lernt man auch den Ablauf eines Bienenjahres kennen, da dieses viel näher an dem natürlichen und tatsächlichen Ablauf der Jahreszeiten dran ist als unser Kalender. Auch Sommer- und Wintersonnenwende spielen dabei eine Rolle. Zum anderen hat man auch Gelegenheit, alle Tätigkeiten rund um das Bienenvolk in Eigenverantwortung zu bewerkstelligen. Gelegentliche Stiche sind dabei zwar nicht zu vermeiden, die Biene als solche jedoch ist ein sehr sanftmütiges Lebewesen, weshalb man keine Angst vor ihr zu haben braucht.

Durch das Hobby Imkerei erlernt man, Verantwortung zu übernehmen, da man im Sommer ein Volk von bis zu 60.000 Tieren betreut.

Einen Höhepunkt des Bienenjahres stellt die alljährliche Honigernte dar. Hierbei ernten wir den Honig bei einer großen gemeinsamen Schleuderaktion in der Schule, bei der bei jedem von uns 2016 etwa 15kg Honig geerntet werden konnten. Es ist ein gutes Gefühl, wenn sich die Arbeit, die man über das ganze Jahr verrichtet hat, auszahlt und man den ersten „eigenen“ Honig in Gläser füllen kann.

Bei Rückfragen oder schwierigeren Eingriffen steht uns immer unser betreuender Lehrer Herr Krämer zur Seite.

Alles in allem bildet das Hobby Imkerei mit seinen vielen praktischen und -wenn es beispielsweise um das Anfertigen von neuen Rähmchen geht - handwerklichen Tätigkeiten einen Kontrast zum meist theoretischen Schulalltag.“

 

Maximilian Stucky / Yannic Simon / Luca Hinkel, alle MSS 11

 

 

 

 

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letzte Aktualisierung am: 22.5.2018

 

 

 

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